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Das UIC-Netzwerk steht für Sicherheit und Qualität

2017. 06. 26.

Das UIC-Netzwerk steht für Sicherheit und Qualität

 

In den vergangenen Tagen ist das Thema der Palettierung, und hier vor allem die Qualitätssicherung sowie die Vorgangsweise bei Markenfälschungen, breit diskutiert worden. Dazu möchten wir als UIC-Mitglied zur aktuellen Situation Stellung nehmen.

 

Minderwertige Qualität hat im UIC-Netzwerk keinen Platz, denn für die UIC-Mitglieds-Eisenbahnverkehrsunternehmen stehen Sicherheit und Qualität der Paletten an erster Stelle. Deshalb wird die UIC auch künftig am derzeitig veröffentlichten UIC-Merkblatt 435-2 festhalten und keine Änderungen vornehmen, die die Qualität und die Sicherheit beeinflussen könnten. Die einzelnen UIC-Mitglieds-Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie der Rail Cargo Austria AG als Markenrechtsinhaberin der Marke „EUR“ ergreifen verschiedenste Maßnahmen, um den Verpflichtungen aus dem gültigen UIC-Merkblatt 435-2 vollinhaltlich zu entsprechen. Zu diesem Zweck werden nicht nur zertifizierte und unabhängige Prüforganisationen, wie zum Beispiel die SGS Germany GmbH, beauftragt, sondern auch eine intensive Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden gepflogen. Zusätzlich werden spezielle Schulungen direkt bei den Verwendern angeboten und durchgeführt.

 

Gefälschte „EUR“-Paletten stellen ein erhebliches Risiko für die Sicherheit der Verwender und beim Transport dar. Alle UIC-Mitglieds-Eisenbahnverkehrsunternehmen halten sich daher strikt an die Einhaltung der Vorgaben aus den UIC-Merkblättern 435 pp und gehen gegen Markenfälschungen rigoros vor. Dies umso mehr, da die UIC-Mitglieds-EVU nicht nur Lizenzgeber für die Herstellung und Reparatur der EUR-Paletten sind, sondern diese auch selbst im Güterumschlag und bei ihren Transporten einsetzen und selbst einem strengen zertifizierten Sicherheitssystem unterliegen.

 

Zu diesem Thema hat sich die UIC-AG „Fragen der Palettierung“ am 19.04.2017 zu einer außerordentlichen Sitzung in Budapest getroffen, um über die momentane Situation bei den EUR-Tauschpaletten zu beraten. Die UIC-AG, bestehend aus ADIF, B-Logistics, CD a.s., Green Cargo, HZ Cargo, Rail Cargo Hungaria, SZ tovorni promet, ZSSK Cargo und die Rail Cargo Austria, hat nochmals ausdrücklich festgehalten, dass die Vorwürfe und Anschuldigungen durch einen Mitbewerber hinsichtlich Untätigkeit der UIC-Mitglieds-Eisenbahnverkehrsunternehmen im Zusammenhang bei der Qualitätssicherung und Vorgehensweise bei Markenfälschungen aufs Schärfste zurückgewiesen werden.

 

Für den Internationalen Eisenbahnverband UIC, der den Bahnsektor weltweit vertritt und die UIC-Mitglieds-Eisenbahnverkehrsunternehmen ist die Kündigung der Vereinbarung zur Fortsetzung des gemeinsamen Palettenpools nicht nachvollziehbar.

Die Begründung des Mitbewerbers, dass UIC/EUR-Paletten gefälscht werden, ist fern ab jeglicher Realität. Etwaige Markenrechtsverletzungen sind bedauerlicherweise bei allen Tauschpaletten zu verzeichnen und trotz intensivster Anstrengungen niemals gänzlich zu verhindern.

 

Die UIC und deren Mitglieds-Eisenbahnverkehrsunternehmen werden deshalb auch künftig beide Tauschpaletten weiterhin als gleichwertig anerkennen und tauschen, da wir auch weiter zu einem barrierefreien Palettenpool ohne Grenzen stehen. Die ausgesprochene Empfehlung des Mitbewerbers führt nur zur Verunsicherung des Marktes und würde weiters zu einem unnötigen finanziellen Verlust aller Verwender führen, den offenen Palettenpool nachhaltig schädigen und andere Systeme begünstigen.

 

Abschließend möchten die UIC-Mitglieds-Eisenbahnverkehrsunternehmen nochmals  ausdrücklich darauf hinweisen, dass nur die Verwender der Tauschpaletten selbst entscheiden, welche Paletten wie getauscht werden.